Neuer Stiftungsrat gewählt

Die Wahl des Stiftungsrats stand im Mittelpunkt der diesjährigen Stifterversammlung der Bürgerstiftung Weingarten in der vergangenen Woche. Die vierjährige Amtszeit der am 15.5.2013 in der Gründungsversammlung gewählten Stiftungsräte läuft satzungsgemäß aus. Neben vier Mitgliedern, die sich erneut zur Wahl stellten, wurden zwei Stifter, nämlich Katja Binder und Dieter Detsch, neu in das Gremium gewählt.

Und so setzt sich der neue Stiftungsrat nunmehr zusammen: Katja Binder, Rudolf Bindig, Dieter Detsch, Peter Didszun, Elfriede Martin und David Roth. Den bisherigen Stiftungsräten Prof. Dr. Hans-Ulrich Rudolf und Dr. Werner Winkler, die sich nicht mehr zur Wahl stellten, sprachen der Vorstandsvorsitzende Martin Springer und der Vorsitzende des Stiftungsrats Rudolf Bindig den Dank der Bürgerstiftung für ihre wertvolle Mitarbeit aus.

Zuvor nahm die Stifterversammlung den Rechenschaftsbericht des Vorstands entgegen. Dieser konnte ein erfreuliches Bild der stetig wachsenden Stiftung zeichnen. Nicht nur, dass das Stiftungsvermögen, auch dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung noch einmal um rund 47.000 € (darunter eine projektbezogene Großspende) auf nunmehr rund 570.000 € anwuchs. Auch die Förderungstätigkeit der Stiftung hat im Berichtsjahr 2016 noch einmal deutlich zugenommen.

14 Projekte hat die Stiftung verfolgt, wie Vorstandsmitglied Regina Kollmann berichtete, und dafür rund 10.000 € an Fördermitteln aufgewendet. Eine Reihe von Projekten ist noch nicht abgeschlossen. Weitere sind in der Planung, darunter die Sicherung erhaltenswerter Grabmahle am Kreuzbergfriedhof. Verstärkt konnte die Bürgerstiftung diesmal Hilfe in sozialen Notlagen leisten. Darauf wies Martin Springer hin, mit der Bemerkung, dass sich mehr Menschen in Weingarten in schwierigen Lebenslagen befinden, als manche sich dies vorstellen.

In 12 Beiträgen im Amtsblatt „Weingarten im Blick“ und einem Artikel in der Schwäbischen Zeitung hat sich die Bürgerstiftung der Öffentlichkeit präsentiert. Auf ihrer Homepage informiert sie zudem aktuell über ihre Tätigkeit. Die Resonanz auf den Spendenaufruf und die Aufrufe der Internetseite zeigen, nach den Worten von Vorstandsmitglied Anke Martin, dass die Bürgerstiftung in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

OB Markus Ewald, der als Gast an der Versammlung teilnahm, bestätigte die positive öffentliche Resonanz der Stiftung. In den vier Jahren ihres Bestehen sei sie zu einem wichtigen Baustein des bürgerschaftlichen Engagements geworden.

In seinem Ausblick auf das laufende Jahr gab sich Martin Springer bescheiden. Allen Verantwortlichen sei bewusst, dass die Bürgerstiftung zwar mit den Einnahmen aus ihren drei Mietwohnungen auf sicheren Beinen stehe und unabhängig von der aktuellen Zinslage Projekte im derzeitigen Umfang fördern könne. Jedoch habe sie noch nicht die Größe erreicht, um größere Projekte in Angriff nehmen zu können. Hier sei noch weiter Weg zu gehen. Mit der Ermutigung, dass die Stiftung mit ihren vier Jahren noch ein sehr zartes Alter habe, sie jedoch auf Ewigkeit angelegt sei und sich ihr damit in Zukunft sicher noch viele Entwicklungsmöglichkeiten bieten würden, schloss der Vorsitzende des Stiftungsrats Rudolf Bindig die Versammlung.

 

Text: Peter Didszun